Römisches Reich - S.P.Q.R.
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Der vor allem für Wagenrennen genutzte Circus Maximus war nicht nur der größte Circus des Römischen Reiches und der Antike, sondern gilt bis heute als größtes Veranstaltungsbauwerk überhaupt. Die Gesamtlänge des Komplexes, inklusive Zuschauertribünen, betrug ganze 600 Meter. Während der frühen Kaiserzeit soll der Circus ein Fassungsvermögen von bis zu 250.000 Personen gehabt haben.

Circus MaximusBereits lange Zeit bevor der eigentliche Circus errichtet wurde, gab es auf dem Gebiet zwischen den Hügeln Aventin und Palatin eine Wettkampffläche mit verschiedenen hölzernen Tribünen. Da diese nie von Dauer waren und immer wieder einstürzten ließ Julius Caesar die Anlage 46 v. Chr. vergrößern und baute erste Marmortribünen.
31 v. Chr. wurde der Circus Maximus bei einem Brand stark beschädigt. Kaiser Augustus nahm dies zum Anlass den Komplex weiter zu verbessern und errichtete die erste Kaiserloge. Später ließ er auch den ersten Obelisken in der Mitte der Anlage aufstellen, die zu diesem Zeit vermehrt auch für die Kommunikation der Bevölkerung mit dem Kaiser genutzt wurde.

Unter Kaiser Domitian (81 - 96 n. Chr.) kam es zur weiteren Änderungen am Circus Maximus. Er baute den nahegelegenen Kaiserpalast auf dem Palatin so aus, dass er seine neue Kaiserloge direkt von dort aus erreichen konnte. Trajan machte diesen Schritt wenig später rückgängig und integrierte die Kaiserloge wieder in den Circus. Ausserdem war der Gesamtkomplex erst ab dieser Zeit komplett aus Stein gebaut. Der maximale Ausbauzustand des Circus wurde aber erst Anfang des 4. Jahrhundert erreicht.

Wie bereits kurz erwähnt wurde der Circus Maximus, während seines langen Bestehens, in erster Linie für Wagenrennen genutzt. Diese waren im Römischen Reich eine äußerst beliebte Sportart, weswegen sich Anhänger der Mannschaften später sogar in Zirkusparteien mit politischem Einfluss aufteilten. Die Rennen im Circus waren öffentliche Veranstaltungen und somit, wie auch die Spektakel im Kolosseum, für die Besucher kostenlos.
Dennoch gab es auch noch weitere Nutzungsmöglichkeiten, weswegen auch im Circus Maximus Gladiatoren- und Tierkämpfe aufgeführt wurden. Selbst athletische Wettkämpfe, wie bei den Olympischen Spielen der Antike, sollen, zumindest zeitweise, auf dem Arial stattgefunden haben.

Circus Maximus heuteNach dem Untergang Westroms wurde die Anlage vorerst weiter benutzt. So soll es auch unter den Ostgoten, bis ca. 550 n. Chr., noch Wagenrennen gegeben haben. Erst die folgenden Gotenkriege und die damit verbundene Verwüstung Roms setzten dem Circus Maximus ein Ende.
Im Mittelalter wurde die große Freifläche in der Mitte sogar landwirtschaftlich genutzt, während die Tribünen immer weiter verfielen. Die meisten marmornen Sitzstufen wurden aber erst für den Bau des Petersdom im 16. Jahrhundert abgebaut. Ab dem 19. Jahrhundert wurde die große Freifläche sogar mit Gewerbe, u.a. ein Gasometer, verbaut.

Erst in den 1930er Jahren erkannte man den Wert der Anlage und machte die Fläche wieder frei. 1936 begannen erste archäologische Ausgrabungen die auch Teile antiker Sitzplätze zu Tage brachten. Heute ist der Circus Maximus eine große Freifläche, auf der auch verschiedene Großveranstaltungen stattfinden können. Beispiele hierfür sind u.a. das Live 8 Konzert (2. Juli 2005) mit etwas 200.000 Zuschauern oder der Auftritt von Genesis am 14. Juli 2007 vor über 500.000 Zuschauern.

Die Form und die Ausmaße der ehemaligen Circusanlage lassen sich auch heute noch gut erkennen, auch wenn von den ehemaligen Tribünen nicht mehr viel übrig geblieben ist. Gerade als Joggingstrecke, zum Hunde ausführen oder für sonstige Spaziergänge zieht das öffentliche Gelände, auch ausserhalb von Großveranstaltungen, viele Menschen an.


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