Römisches Reich - S.P.Q.R.
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Nachdem sich die Lage nach dem Vierkaiserjahr und der Machtübernahme durch Vespasian (Dezember 69 n. Chr.) wieder beruhigt hatte, schritt das Römische Reich seinem Höhepunkt entgegen. Vespasian konnte als Realpolitiker sowohl finanziell als auch politisch große Erfolge feiern. Nach der Einführung einer Latrinensteuer soll er den berühmten Ausspruch "Geld stinkt nicht" (Pecunia non olet) gesagt haben. Unter seiner Herrschaft begann auch der Bau des noch heute weltberühmten Kolosseums, dessen Fertigstellung er nicht mehr erleben sollte. Da er als sehr beliebter und erfolgreicher Kaiser gilt, ist es nicht verwunderlich, dass er anders als die meisten seiner Vorgänger eines natürlichen Todes starb.

Im Juni 79 wurde Vespasians Sohn Titus zum neuen römischen Kaiser ernannt. Dieser musste sich gleich mit der Katastrophe des Vesuvausbruchs am 24. August auseinandersetzen, der die Orte Pompeji, Herculaneum, Oplontis und Stabiae vollständig zerstörte. Titus leitete umgehend Hilfsmaßnahmen ein und gründete eine Kommission für den Wiederaufbau.
Da er die Politik seines Vaters weitgehend fortsetzte und ein gutes Verhältnis zum Senat pflegte, beschreibt ihn die Geschichtsschreibung als idealen Herrscher. Unter seiner Führung wurde im Jahre 80 n. Chr. das Kolosseum mit hunderttägigen Spielen eröffnet. Ausserdem baute er zahlreiche Thermen und verbesserte die Infrastruktur im gesamten Reich. Seine Herrschaft endete nach nur zwei Jahren, da er an einem Fieber erkrankte und viel zu früh verstarb.

Titus Bruder und Nachfolger Domitian hatte ein deutlich schlechteres Verhältnis zum Senat, da er diesen bei wichtigen Entscheidungen kaum noch um Rat fragte. Ab 83 n. Chr. führte er Krieg in Germanien und konnte Teile des heutigen Hessen (Wetterau) erobern. Auch der Baubeginn des Limes, um die Grenze zwischen Rhein und Donau zu sichern, geht auf Domitian zurück.
Am Ende seiner Herrschaft wurde er immer misstrauischer und ließ mehrere Personen (u.a. seinen Vetter und seinen Cousin) aus nichtigen Gründen hinrichten. Da viele engere Mitarbeiter des Hofes zu dieser Zeit um ihr Leben fürchten mussten, kam es 96 n. Chr. zu einer Intrige, bei der der Kaiser schließlich ermordet wurde.

Provinzen Römisches ReichNach dem "Übergangskandidat" Nerva, der bereits nach kurzer Zeit einem Schlaganfall erlag, wurde Trajan, ein ehemaliger Armeekommandeur, zum neuer Kaiser. Seine Regierungszeit (96 bis 117 n. Chr.) gilt allgemein als Höhepunkt des Römischen Reichs.
Im gelang die Eroberung von Armenien, Mesopotamien und dem Dakerreich, was zur größten Ausdehnung in der gesamten römischen Geschichte führte. Innenpolitisch pflegte er wieder ein gutes Verhältnis zum Senat und glänzte durch zahlreiche Baumaßnahmen. Beim Bau der Trajanstherme überbaute er große Teile von Neros "Goldenem Haus" und förderte damit die Rückführung des Geländes an die Öffentlichkeit.

Trajans umfassende Sozialpolitik führte zur sogenannten Alimentarstiftung, die etlichen Jungen und Mädchen eine monatliche Unterstützung sicherte. Zudem gewährte er mehreren Kindern Anteil an kostenloser Getreideverteilung. Auch wenn das Ziel seiner Maßnahmen letztlich höhere Geburtenraten und eine damit verbundene Stärkung des Militärs war, ist es wenig verwunderlich, dass Trajan als bester römischer Kaiser in die Geschichte einging.

Nachdem Trajan am 8. August 117 einer schweren Krankheit erlegen war, wurde sein Neffe Hadrian zum neuen Kaiser. Auch unter ihm sollte die Glanzzeit des Reiches noch weitergehen, auch wenn er sich größtenteils auf Grenzsicherung konzentrierte. Der nach ihm benannte Hadrianswall, dessen Reste noch heute in Großbritannien zu sehen sind, zeugt von dieser Politik. Seine Amtszeit gilt auch als Epoche des Friedens.
Während Hardians Regierungszeit kam es zu einer Blüte der Kultur, was sich z.B. beim Bau der Hadriansbibliothek in Athen oder der Engelsburg in Rom zeigt. Auch das bereits zu Trajans Zeiten begonnene Pantheon, mit der damals größten Kuppel der Welt, wurde unter Hadrian fertiggestellt. Die heutige Forschung geht jedoch davon aus, dass Hadrian die Finanzen des Römischen Reiches zu stark beanspruchte und damit bereits den Grundstein für die später folgende Wirtschaftskrise legte.
Durch eine Erkrankung war Hadrian ab dem Jahre 136 ans Bett gefesselt und so stellte sich bald die Frage nach einem Nachfolger. Wie zu dieser Zeit üblich geschah dies durch Adoption, in diesem Fall von Antoninus Pius, der bereits seit dem Jahr 120 als Konsul arbeitete. Nach einer zuletzt qualvollen Zeit mit Todeswunsch verschiet Hadrian schließlich am 10. Juli 138.

Unter Pius ging die Zeit des Friedens und der Konsolidierung im Römischen Reicht weiter. Obwohl er bis zu seinem Tod am 7. März 161 Kaiser war, ist die Quellenlage über seine Amtszeit sehr rar, da sie von keinen größeren Ereignissen erschüttert wurde.
Ganz anders sieht es bei Mark Aurel aus, der im Jahre 161 n. Chr. die Nachfolge antratt. In seine Amtszeit fallen etliche kriegerische Auseinandersetzungen, die mit den Abwehrkämpfen gegen die Parther (heutiges Iran) bereits im Jahre seines Herrschaftsantritts begannen. Obwohl die Parther im Jahre 166 n. Chr. besiegt werden konnten, hatte der Krieg eine fürchterliche Nachwirkung, da die zurückkehrenden Legionen eine Seuche einschleppten, die als Antoninische Pest in die Geschichte eingehen sollte. Dabei ist der Name Pest irreführend, da es sich wohl um eine Viruserkrankung, vermutlich die Pocken, handelte. Die Krankheit sollte, mit kleineren Unterbrechungen, 24 Jahre im Reich wüten und ganze Landstriche entvölkern. Unter den Legionen wütete die Antoninische Pest so verheerend, dass es zu einer deutlichen Reduzierung der Wehrhaftigkeit kam.
Ausgerechnet in diese Zeit fallen auch die ersten Vorboten der Völkerwanderung, die an der mittleren Donau zu den Markomannenkriegen (ab 167 n. Chr.) führten. Nur mit großer Mühe konnten die römischen Truppen die Eindringlinge besiegen und zurückwerfen. Mark Aurel, der selbst am Feldzug teilnahm, verstarb 180 n. Chr. im Militärlager, eventuell sogar an der Antoninischen Pest. Die Darstellung, dass sein Sohn Commodus für den Tod verantwortlich sei, wie es die Filme "Gladiador" (2000) und "Der Untergang des Römischen Reiches" (1964) zeigen, ist eine Erfindung von Hollywood.

Nichtsdestotrotz war die Amtszeit von Commodus nicht von Erfolgen gekrönt. Bereits kurze Zeit nach seinem Antritt kam es zur so genannten Lucilla-Verschwörung, die von seiner eigenen Schwester (Lucilla) gelenkt wurde und schließlich zu deren Hinrichtung führte. Auch mit dem Senat verscherzte er es sich relativ früh, da er dessen Rat ablehnte und die Senatoren auch noch höher besteuerte. Letzteres um die mittlerweile stark angeschlagenen Staatsfinanzen noch zu sanieren.
Commodus war darüber hinaus für seine öffentlichen Auftritte bekannt, bei denen er sich dem Volk sogar in der Arena zeigte. So soll er laut dem Augenzeugen Cassius Dio als Wagenlenker aufgetreten und an Tierhetzen teilgenommen haben. Mit dem Holzschwert bewaffnet soll er auch öffentlich gegen Menschen im Circus gekämpft haben. Selbst zum töten von Menschen soll es, zumindest im privaten und ohne großes Publikum, gekommen sein.
Die Regierungszeit von Commodus war am Ende von großem Misstrauen geprägt, was sich schließlich als berechtigt herausstellte. Am 31. Dezember 192 wurde er in seinem Bad erwürgt.

Nach Commodus folgte ein Kampf um die Macht,  den drei Anwärter nicht überleben sollten. Bei dem als zweites Vierkaiserjahr (193 n. Chr.) in die Geschichte eingegangenen Ereignis konnte sich schließlich Septimius Severus durchsetzen, der von nun an die Geschicke des Römischen Reiches lenkte. Ihm gelang es noch einmal die Lage zu stabilisieren, obwohl sich bereits Anzeichen einer ökonomischen Krise mehrten und das Militär innenpolitisch immer mehr an Macht gewann.
Im Osten des Reiches führte er erfolgreich Krieg gegen die Parther, während er in Britannien den römischen Machtanspruch aufrecht erhielt und die Renovierung des Hadrianswalls anordnete. Am Ende seiner Tage (211 n. Chr.) übertrug er die Macht an seine beiden Söhne Caracalla und Geta.

Caracalla, der die alleinige Macht im Reich anstrebte, lockte seinen Bruder alsbald in eine Falle und ließ diesen Ermorden. Da er auch sonst keinerlei Opposition duldete begann er seine nun erreichte Alleinherrschaft mit einem wahren Terrorakt, in dem er 20.000 Menschen, die als Anhänger Getas galten, niedermetzeln ließ. Ein Vorgehen, dass er während seiner Amtszeit noch öfter anwendete.
Caracallas Hauptaugenmerk war auf das Militär gerichtet, dessen Belange er Vorzug vor allem anderen gab. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er bei den Soldaten durchaus beliebt war, während ihn die Geschichtsschreibung als äußerst negativ beurteilt. Sein Ende kam während eines Partherfeldzugs im Jahre 217, als er einem, vermutlich persönlich motivierten, Attentat zum Opfer fiel.

Für kurze Zeit konnte nun Macrinus herrschen, ehe er von der Streitmacht, des als Gegenkaiser erhobenen Elagabal, bezwungen und anschließend ermordet wurde. Er war während seiner vierzehn Monate dauernden Kaiserzeit nur im Osten des Reiches unterwegs und kam kein einziges Mal nach Rom.
Unter Elagabal (218 bis 222 n. Chr.) sollte es nicht besser laufen, die Glanzzeit des Römischen Reiches war endgültig vorbei. Er wollte den aus Syrien stammenden Kult um den Sonnengott Elagabal, nach dem er benannt wurde, im gesamten Reich verbreiten und die alten römischen Götter so zurückdrängen. Dies stieß bei der konservativen Bevölkerung auf große Ablehnung und bescherte ihm, in der antiken Literatur, das Bild des abstoßenden Orientalen.

Die Rosen des HeliogabalusBis heute steht der Name Elagabal auch als Inbegriff der spätrömischen Dekadenz. Zu seinen teuren Gelagen und Orgien soll auch ein Rosenregen gehört haben, den er auf seine Gäste niedergehen ließ. Nachts soll er als Dirne verkleidet durch die Kneipen Roms gezogen und sich wahllos verschiedenen Freiern angeboten haben. Seine homosexuellen Züge wurden auch dadurch offensichtlich, dass er sich in den Wagenlenker Hierokles verliebte, der bald großen Einfluss am Hofe erhielt.
Um sich an der Macht zu halten versuchte er die Menschen mit Geld zu ködern. So soll er während seiner vierjährigen Amtszeit ca. 450 Millionen Sesterzen verschenkt haben. Dazu passt auch die Geschichte, dass er einmal so viele Münzen von einem Turm warf, dass sich die Leute gegenseitig tottrampelten.

Trotz alledem sind die vielen Exzesse rund um Elagabal mit Vorsicht zu genießen, da ihm die damaligen Geschichtsschreiber feindselig gegenüberstanden und gerne zu Übertreibungen neigten. Sicher ist, dass auch er einem Mord zum Opfer fiel, als er im Jahre 222 von meuternden Soldaten beseitigt wurde.

Elagabals Nachfolger Severus Alexander bestieg bereits mit 13 Jahren den Thron und konnte sich nie wirklich Autorität verschaffen. Stattdessen wurde er von seiner dominanten Mutter gelenkt, die ihm sogar eine Ehefrau aussuchte. In seine Amtszeit fallen weitere kriegerische Auseinandersetzungen im Osten des Reiches (Perserkrieg) und ab 233 n. Chr. Beutezüge von Germanen, die mehrere römische Befestigungsanlagen zerstörten.
Da auch Severus Alexander selbst aus dem Osten des Reiches stammte kam unter den Soldaten der Verdacht auf, dass er seine Heimatregion bevorzugt behandeln würde. So ist es wenig verwunderlich, dass auch er von meuternden Soldaten ermordet wurde.

235 n. Chr. begann die sogenannte Zeit der Soldatenkaiser, die in der modernen Geschichtswissenschaft auch als Reichskrise des 3. Jahrhundert bezeichnet wird. Sie ist sowohl von inneren als auch von äußeren Unruhen geprägt und brachte das Reich erstmals an den Rande des Untergangs.
Als erstes bestieg der Offizier Maximinus Thrax den Thron, ehe nach dessen kurzer Amtszeit inklusive Ermordung das chaotische Sechskaiserjahr (238 n. Chr.) folgte. Aus diesem ging Gordian III., der einige Jahre regieren konnte, als Sieger hervor.
In der Zwischenzeit nahm auch der äußere Druck auf das Reich immer mehr zu, die Germanen hatten größere Stammeskonförderationen gebildet (z.B. Alemannen und Franken) und die Goten unternahmen erste Angriffe auf römischem Territorium. Im Osten stellte das neupersische Sassanidenreich eine enorme Bedrohung dar.

244 n. Chr. starb Gordian III., wobei umstritten ist ob er ermordet wurde oder in der Schlacht gegen die Perser fiel. Seinem Nachfolger Philippus gelang der kurzzeitige Friedensschluss mit dem Sassanidenreich, vermutlich durch eine hohe Summe erkauft. 248 n. Chr. wurde mit großem Aufwand die 1000-Jahr-Feier Roms begannen, während die Lage an den Grenzen noch kontrollierbar schien.
Ein Jahr später ließ sich der erfolgreiche Heerführer Decius von seinen Truppen zum Kaiser ausrufen. Philippus forderte ihn zwar zum Kampf heraus, fiel aber in der Schlacht. Decius, der stark der Tradition verbunden war, begann im Jahr 250 mit der ersten landesweiten Christenverfolgung. Diese musste er jedoch schnell wieder aufgeben, da die Goten erneut das Römische Reich bedrohten. Im Feldzug gegen den Gotenkönig Kniva verlor er schließlich sein Leben.

Der neue Soldatenkaiser Trebonianus Gallus machte den Goten weitreichende Zugeständnisse und musste mit ansehen wie die Sassaniden 252 n. Chr. Armenien besetzten. Bereits im Folgejahr wurde er von Aemilianus beseitigt, der wiederum selbst nach nur wenigen Wochen getötet und von Valerian ersetzt wurde.
Kaiser Valerian war von Anfang voll mit der Verteidigung der Aussengrenzen beschäftigt, eine weitere persische Offensive ließ die römische Orientverteidigung weitgehend zusammenbrechen und etliche Legionen wurden aufgerieben. Lösungsansätze wie die Bildung einer berittenen Eingreifreserve wurden umgesetzt, 257 n. Chr. konnten die Grenzen noch einmal stabilisiert werden.
Kurze Zeit später spitzte sich die Lage jedoch noch weiter zu, als es ab 259/260 n. Chr. zum sogenannten Limesfall kam. Die römische Verteidigung war nicht mehr in der Lage die Gebiete zu halten und musste ihre Militärgrenze an Rhein und Donau zurückziehen. Die Alemannen stießen sogar bis nach Norditalien vor, ehe sie bei Mailand gestoppt werden konnten. In der Schlacht von Edessa (gegen die Perser), bei der die römischen Truppen von Valerian persönlich in die Schlacht geführt wurden, kam es zu einer katastrophalen Niederlage. Die 70.000 Mann starke Armee wurde komplett aufgerieben und Kaiser Valerian geriet in Gefangenschaft, wo er später verstarb. Für das Römische Reich war dies eine noch nie dagewesene Schmach.

Gallisches SonderreichUnter Nachfolger Gallienus erreichte die Krise ab 260 n. Chr. ihren Höhepunkt. Da sich die römischen Truppen in den Kampfgebieten nach Kaisernähe sehnten, war es nicht unüblich erfolgreiche Feldherren zu Kaisern auszurufen, was wiederum zu inneren Konflikten und gleichzeitigem Stärkeverlust nach außen führte. Gallienus musste im Osten Odaenathus als Stellvertreter anerkennen und verlor praktisch in diesem Gebiet seinen Einfluss.  Ausserdem kam es im Westen zur Gründung des sogenannten gallischen Sonderreiches unter Postumus, was schließlich dazu führte, dass Gallienus nur noch über den mittleren Teil des Reiches die volle Kontrolle hatte.
Daneben gab es weiterhin massive Einfälle an allen Grenzen, was u.a. 267 n. Chr. zur Plünderung Athens durch die Heruler führte. Ab 270 n. Chr. stand auch die Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch und es kam zu einer massiven Inflation, da die Ressourcen zur Finanzierung der Legionen kaum noch aussreichten. Gallienus war zu diesem Zeitpunkt bereits einem Mordkomplott zum Opfer gefallen, konnte aber vorher noch einige Reformen auf den Weg bringen.

Der Untergang des Römischen Reiches konnte zu diesem Zeitpunkt noch abgewendet werden, unter Nachfolger Claudius Gothicus (268 - 270 n. Chr.) konnten sogar wieder militärische Erfolge verbucht werden. Die Alemannen wurden am Gardasee besiegt, während ein Heer aus Goten und Herulern bei Naissus gestellt und vernichtet werden konnte. So lässt sich auch Claudius Beiname "Gothicus" erklären, der im deutschen Gotensieger bedeutet.

Nach dem Claudius im Jahre 270 n. Chr. der Pest erlag, wurde sein Bruder Quintillus zum Kaiser ernannt. Dieser konnte jedoch nur wenige Tage (vermutlich 17) regieren, da er schon bald von Gegenkaiser Aurelian in den Selbstmord getrieben wurde. Unter Aurelian konnte die Krise weiter entschärft werden. Ihm gelangen Abwehrsiege gegen Vandalen, Juthungen und Alemannen, sowie die Rückholung der abtrünnigen Reichsteile im Osten (Palmyra) und Westen (Gallisches Sonderreich).
274 n. Chr. zog Aurelian mit einem Triumphzug nach Rom zurück und widmete sich wichtigen Reformen. Mit der Wirtschaft ging es erstmals seit langem wieder bergauf, was auch an der Rückgewinnung der abtrünnigen Provinzen lag. Obwohl auch Aurelian (275 n. Chr.), wie die meisten Soldatenkaiser, einem Mordkomplott zum Opfer fiel, muss seine Leistung gewürdigt werden. Seine Reformen und Erfolge hatten einen großen Anteil daran, dass sich das Römische Reich noch einmal erholen sollte.

Über Folgekaiser Tacitus (275 - 276 n. Chr.), der erst im hohen Alter zum Kaiser ernannt wurde, ist relativ wenig bekannt. Die Quellen widersprechen sich auch bei seinem Ableben, womit ungewiss ist ob er nun ermordet oder eines natürlichen Todes starb.
Sein Nachfolger und Bruder Florianus konnte sich nicht durchsetzen und wurde noch im gleichen Jahr von Probus besiegt und ersetzt. Dieser führte mehrere Feldzüge durch und konnte u.a. die Rheingrenze wieder stabilisieren. Auf dem Weg zur Donau gelangen außerdem wichtige Siege gegen Vandalen und Burgunden. Aufgrund der harten Disziplin die er seinen Legionen abverlangte wurde Probus im Herbst 282 von unzufriedenen Soldaten ermordet.

Der aus Südgallien stammende Carus erlangte nun als Nachfolger die Macht und unternahm 283 n. Chr. einen Feldzug gegen die Perser, bei dem er überraschend verstarb - Manche Quellen behaupten er sei vom Blitz getroffen worden.
Mit Diokletians Thronbesteigung im Jahre 284 n. Chr. sollte schließlich die Reichskrise und die Zeit der Soldatenkaiser zu Ende gehen. Das Römische Reich hatte seinen Fall vom Höhepunkt in die Krise überstanden und schritt nun einer neuen Zeit entgegen - Der Spätantike.


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